Wie funktioniert eine Kryptowährung?

Was ist eine Kryptowährung? Eine Kryptowährung ist eine virtuelle bzw. eine digitale Währung. Der Begriff setzt sich aus Kryptographie und Währung zusammen. Ersteres ist dabei eine Besonderheit und charakterisiert die digitale Währung. Durch eine kryptografische Verschlüsselung sind alle Einheiten dieser Währung, die oftmals als Tokens oder Coins bezeichnet werden, sicher vor Fälschungen.

Ein weiteres Merkmal der Kryptowährungen ist die dezentrale Natur, denn diese werden von keiner zentralen Stelle oder Regierung kontrolliert. Viele Anhänger sehen hierin einen Vorteil gegenüber Fiat Währungen wie dem Dollar oder dem Euro, die häufig dem Risiko einer Geldentwertung oder einer vollständigen Entwertung unterliegen können, wie beispielsweise mehrfach in Argentinien beobachtet worden ist.

Eine Cyber- oder Kryptowährung ist digitales Geld. Dabei ist die Kryptografie die Wissenschaft zur Codierung von Informationen. Auf diesem Prinzip fußen die digitalen Währungen. Sämtliche Daten zu Bewegungen und Inhabern werden verschlüsselt abgespeichert. Dies erfolgt nicht nur auf einem Server, sondern auf vielen tausend zugleich. Jede Transaktion ist dabei dezentral in einem Netzwerk abgespeichert. Daher ist es nahezu unmöglich, die Transaktion zu fälschen. Ein solches System ist die Blockchain.

Befürworter erkennen die Kryptowährungen als eine Antwort auf das überlieferte Finanzwesen. Dieses digitale Geld benötigt keine Banken, denn die Inhaber werden selbst zum Finanzinstitut. Ein zentrales Organ, welches hier den Fluss des Geldes und die Währung kontrolliert, gibt es nicht. Die Käufer haben immer die Kontrolle, sind jedoch gleichzeitig für die Sicherheit ihres Vermögens verantwortlich.

Die erste Kryptowährung an der Börse war Bitcoin. Diese wurde im Jahre 2009 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto zum ersten Mal veröffentlicht und vorgestellt. Die erste Intention des Bitcoins war nicht eine Kryptowährung zu schaffen, sondern einen sicheren und digitalen Geldtransfer auf der Basis eines Peer-to-Peer-Netzwerks zu gestatten.

Seit der Veröffentlichung des Bitcoins folgten noch andere Konkurrenzprodukte wie zum Beispiel Litecoin (aktueller Litecoin Kurs & Prognose ) , Ethereum, Peercoin oder Ripple.

Welche Kryptowährungen gibt es?

Mittlerweile gibt es mehr als 3000 Kryptowährungen. Etwa 100 erreichen jeden Tag einen Handelsumsatz von etwa 1000 US-Dollar. Während der Bitcoin als erste digitale Währung die Bekannteste ist, erkämpfen sich zugleich der Ripple, Litecoin und Ether einen Platz.

Selbst kuriose Währungsarten wie Cryptokitties gewinnen an Bekanntheit. Dabei geht es darum, virtuelle und spezielle Katzen zu züchten und diese dann gewinnbringend zu veräußern.

So ist der Bitcoin der Pionier unter allen Kryptowährungen. Der Erfinder versteckte sich einst hinter seinem Pseudonym Satoshi Nakamoto. Noch heute ist aus diesem Grund unklar, wer den Grundstein für den Bitcoin genau gelegt hat. Der Bitcoin ist zugleich ein Peer-to-Peer-Netzwerk, welches auf der Blockchain-Technologie fundiert.

Sämtliche Zahlungen mit Bitcoin laufen gänzlich verschlüsselt, ohne Intermediäre und digital ab. Hierbei wird jede Transaktion in der Blockchain gespeichert und kann somit zurückverfolgt werden. Eine Blockchain ist die verteilte Datenstruktur und damit eine Art digitales Kassenbuch, welches als Nachweis verwendet wird, dass die Transaktion stattfand.
Im aktuellen Jahr haben Initial Coin Offerings für viel Aufsehen gesorgt.

Dabei handelt es sich dabei um eine neue Art der Startup-Finanzierung, welche vor allem für Start-ups, deren Geschäftsmodell auf der Blockchain oder auf den Kryptowährungen basiert.

Der Ethereum verwendet die Kryptowährung Ether als Zahlungsmittel für die Verarbeitung aller Transaktionen. Dabei hat der Ethereum ebenfalls das Prinzip der „Smart Contracts“ öffentlich gemacht. Dies sind automatisierte Verträge, welche sich allein erfüllen, wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt wird. Meist ist dies eine vorher festgelegte Menge Ether, welche bezahlt werden muss, sodass sich der Vertrag erfüllt.

Beim Ripple handelt es sich um ein dezentrales Blockchain-Netzwerk für den weltweiten Zahlungsverkehr. Dies ist eine öffentliche Datenbank mit einem Katalog von Kontoständen. Jeder Nutzer kann das Ripple-Register in Echtzeit ansehen, welches außer den Kontoständen auch Verkaufs- und Kaufangebote für Waren und Devisen beinhaltet.

Das Ripple-Netzwerk kann circa 1.000 Transaktionen in einer Sekunde abwickeln. Dabei unterstützt das Netzwerk jede beliebige Fiat-Währung wie den Dollar, den Yen und den Euro und auch Kryptowährungen wie den Bitcoin.

Der Ripple ist der Favorit der Banken. Im Jahre 2017 meldete das Unternehmen, dass schon 75 Banken dieses Zahlungsnetzwerk verwenden, darunter Größen wie die Bank of America, das spanische Institut BBVA und die Schweizer Großbank UBS.

Der Ripple konnte die Banken in erster Linie aus zwei Gründen als Kunden für sich gewinnen. Dies sind die internationalen Zahlungen, die über die Blockchain schneller umgesetzt werden können und die Transaktionskosten, die niedriger sind als vorher.

Wie funktionieren Kryptowährungen

Das Kernstück und die Basis einer jeden Kryptowährung ist die Distributed Ledger Technologie. Hierbei fundieren fast alle Kryptowährungen auf der Blockchain-Technologie. Die Verwendung dieser Technik ermöglicht es die Transaktionen dezentral durchzuführen und doppelte Ausgaben zu vermeiden.

Die Transaktionen werden in einer Kette in Blöcken abgelegt. Eine solche Kette, die Blockchain, liegt in Kopie auf unterschiedlichen Knoten aus, welche sich gegenseitig regulieren. Was in die Blockchain einmal eingetragen worden ist, kann nachträglich nicht gelöscht werden. Diese Aspekte machen einen Diebstahl der Kryptowährungen oder Manipulationen der Historie der Transaktionen sehr schwierig.

Da keine zentrale Stelle hinter den Kryptowährungen steht, können diese nicht anstandslos generiert werden, wie beispielsweise durch die Zentralbank.

So entstehen neue Coins beispielsweise während des Mining Prozesses. Hierbei soll das Mining in erster Linie die Übereinstimmung innerhalb des Netzwerkes bewahrt werden und es dient zur Verifizierung der Transaktionen. Im Forum kann man dazu Fragen stellen.

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