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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 16.06.2007, 16:08   #1   Druckbare Version zeigen
xamos Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 7
Frage Fragen bzg. Vorbereitung auf Schulaufgabe

Hallo

Mein Problem sieht folgendermasen aus. Ich besuche momentan die 10. Klasse eines Gymnasiums, und nächsten Freitag schreiben wir die 2. Chemieschulaufgabe.
Leider ist die Zahl der Übungsaufgaben die wir gemacht haben sehr beschränkt (die Referendarin verbringt mehr Zeit damit die Klasse ruhig zu halten als Stoff durchzunehmen) - ein Blatt mit Übungsaufgaben werden wir vermutlich wegen einem Stundenausfall nicht mehr bekommen und in unserem Chemiebuch finden sich auch keine weiteren Rechenaufgaben.

Daher ist meine Frage, ob es im Internet eine Quelle gibt welche Übungsaufgaben enthält - optimalerweise mit Lösung - sowie vielleicht den Stoff noch einmal übersichtlich erklärt.

Der Stoffinhalt sind im wesentlichem Säure-Base Reaktionen, Neutralisation, Ampholyte, Titration, Redoxreaktionen und Mesomerie.

Wobei die Mesomerie - zumindest soweit wir sie behandelt haben, eine sehr simple Angelegenheit ist. Das Aufstellen von komplexen Strukturformeln jedoch ist noch sehr zeitraubend, da es im Grunde mehr oder weniger ein Ratespiel darstellt. Zumindest empfinde ich das so...

Ich hätte außerdem noch ein paar grundlegende Fragen:

1) Zu einer Säure-Base Reaktion wurde bei irgend einer Aufgabe im Internet einmal die Forderung gestellt die Reaktion in der "Ionenschreibweise" anzugeben. Mir ist die Valenzstrichschreibweise bekannt sowie die Strukturformel, welche berücksichtigt dass freie Valenzelektronen mehr Platz benötigen als bindende Elektronen. Aber was genau versteht man unter der "Ionenschreibweise"?

2) Die Behandlung der Säure-Base Reaktionen hat mich damals etwas verblüfft, weil der chemisch ungebildete Mensch eigentlich davon ausgeht dass eine Säure eine Flüssigkeit ist die schlicht und einfach eine ätzende Wirkung hat.
Kann man also rechtens sagen, dass Säuren im Grunde nur Stoffe sind die in Reaktion mit Wasser H3O+ Ionen entwickeln und dass allein diese Ionen über eine ätzende Wirkung verfügen, wenn sie in Kontakt mit anderen Stoffen geraten?
Mich würde zudem einmal brennend interessieren - wenngleich es nicht Stoff ist - warum H3O+ Ionen eine derartige Wirkung entfalten. Sie sind stark polar - aber das ist Wasser auch, und Wasser kann zwar Salze lösen, nicht aber Metalle oder unpolare Stoffe.

3) Woran erkenne ich bei einer Säure-Base Reaktion, welches die stärkere Säure bzw. Base ist?
Des weiteren:
a) Säure können alle Stoffe sein welche über ein H-Atom verfügen
Aber müssten Säuren dann auch nicht zwingend Stoffe sein, welche eine Elektronegativität größer als 2,2 haben? Ansonsten würde ja der Wasserstoff negativ geladen sein, da er sich einfach das Elektron mitnimmt dass er noch für die Edelgaskonfiguration benötigt
b) Basen sind prinzipiell alle Stoffe welche H+ aufnehmen können ohne dabei die Oktettregel zu verletzen. Wie genau ist eine solche "Verletzung" deffiniert? Denn im Laufe der Zeit wurden die Regeln zur Aufstellung von Stukturformeln immer wieder relativiert - zB für Anionen und Kationen.
Außerdem äußerste unsere Chemielehrerin einmal am Rande dass die Oktettregel verletzt werden könne, solange das Atom die Periode 3oder eine größere habe - wenn ich mich da nicht verhört habe.
c) Woher weiß ich, wieviele H+ z.B. Kohlensäure in Reaktion mit Basen abgibt? Ob sich dann jedeglich Wasser oder gar Oxoniumionen entwickeln? Dazu müsste man vermutlich das Stoffmengenverhältnis auch mitbetrachten, oder?

4) Wir haben im Heft - schon einige Zeit her - die Reaktion von Ammoniumionen und Kohlensäure als innermolekulare Säure-Base Reaktion aufgeschrieben. Das ist mir nicht ganz plausibel.
Als Reaktionsprodukt hatten wir dann Ammoniak, Wasser und Kohlenstoffdioxid.
a) Hier ist irgendwie ein H-Atom abhanden gekommen. Haben wir das damals nur nicht ausgeglichen, oder wie darf man das verstehen?
b) Warum wird diese Reaktion - obwohl 2 Moleküle daran beteiligt sind - als innermolekular bezeichnet?

Das ist das unangenehme an Chemie; man lernt andauernd irgendwelche Halbwahrheiten die dann bei Bedarf wieder etwas
erweitert werden


Ich bedanke mich bereits herzlich für alle Antworten.

mfg
xamos
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Alt 16.06.2007, 19:34   #2   Druckbare Version zeigen
xamos Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 7
AW: Fragen bzg. Vorbereitung auf Schulaufgabe

Die Deffinition von Brönsted war und ist mir durchaus geläufig. Mit "Stoff" meinte ich jedeglich den Plural von den entsprechenden Molekülen welche Akzeptoren bzw. Donatoren sind. Wenn das chemikalisch gesehen nicht ganz korrekt war - ich bitte um Nachsicht, aber ich habe Chemie jetzt noch keine 2 Jahre

Mir ging es jedeglich darum, dass Säuren keine Stoffe sind die von sich aus eine ätzende Wirkung haben, sondern erst wenn sie durch eine Protolyse mit einer Base H3O+-Ionen entwickeln als "Säure" im volkstümlichen Sinne, und nicht nach Brönsted, fungieren.
Denn angenommem ich lasse NH3 und HCL miteinander reagieren, und angenommen HCL ist eine stärkere Säure als NH3(was ich jetzt mal als wahrscheinlich ansehe), bekomme ich ja als Produkt CL- und NH4+
Dann habe ich ja auch eine Säure-Base Reaktion, aber ohne dass ich aufpassen müste mir meine Finger zu verätzen, da es ja gar nicht zur Ausbildung von Oxoniumionen kommt.
Wäre eine solche Reaktionen eigentlich überhaupt möglich, ohne dass ich HCL in Wasser löse?

mfg
Xamos
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Alt 16.06.2007, 20:38   #3   Druckbare Version zeigen
xamos Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 7
AW: Fragen bzg. Vorbereitung auf Schulaufgabe

Ich entschuldige mich für den Doppelpost; aber entweder gibt es hier keine Editierfunktion oder ich bin zu blöd sie zu finden.

Ich möchte 3a) neu formulieren, denn ich habe da vorhin irgendwie Käse geschrieben.

3a) Säuren können alle Stoffe sein, welche in der Lage sind ein H+ abzugeben.
Aber wie kommt es, dass bestimmte Molekülverbindungen die über Wasserstoff(e) verfügen, dieses abgeben können - andere Stoffe aber nicht? Wasserstoffperoxid ist ja meines Wissens weder in der Lage Oxoniumionen abzugeben noch aufzunehmen, obwohl es 2H hat. Wovon ist es also nun abhängig, ob eine Verbindung mit einem Wasserstoffatom als Säure fungieren kann?
Zudem: Bei HCL wird ein H+ abgegeben, da die Elektronegativität von Chlor um 0,8 größer ist als die von Wasserstoff und somit das Wasserstoff daran hindert, sein Elektron wieder "mitzunehmen" und die erreiche Edelgaskonfiguration zunichte zu machen. Kann es demnach keine Säure geben, wo das / die Atome über welche das Wasserstoff mit dem Molekül verbunden waren eine EN kleiner oder gleich 2,2 haben? Denn dann würde das Wasserstoff ja nicht positiv, sondern negativ geladen abgetrennt werden.
Zusatzfrage: Wenn man HCL in Wasser leitet müste dann das übrig gebliebene CL-die Edelgaskonfiguration erreicht haben und reaktionsträge sein, oder?

So... Ich hoffe weiterhin auf aufschlussreiche Antworten
Hoffentlich lässt man sich nicht allzusehr von dem Textvolumen abschrecken

mfg
Xamos
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Alt 16.06.2007, 21:19   #4   Druckbare Version zeigen
xamos Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 7
AW: Fragen bzg. Vorbereitung auf Schulaufgabe

OK. Wenn dem so ist werde ich in Zukunft versuchen im Zusammenhang mit Brönstedsäuren und -Basen den Ausdruck "Stoff" zu vermeiden.

Die Reaktion von Ammoniak mit Salzsäure sollte eigentlich nur als ein eben ausgedachtes Beispiel dienen.
Ich hatte nicht bedacht dass NH4+ und CL-aufgrund ihrer Ladungen ein gemeinsames Molekül bilden. Warum gehen denn diese beiden Reaktionsprodukte zwingend eine neue Verbindung ein?
Es müsste ja eine rein kovalente Bindung sein - Ionenbindung bestehen ja aus Metallen sowie Nichtmetallen.
Im Unterricht haben wir diese Reaktion zwar aufgeschrieben - allerdings nicht als Versuch gemacht, und wir haben die beiden Endprodukte einzeln geschrieben. Dass sich diese dann zu dem Feststoff NH4CL sich verbinden wurde mit keinem Wort erwähnt.

Ich versuche auch gerade schon relativ erfolglos die Strukturformel zu dieser Verbindung zu basteln...

Geändert von xamos (16.06.2007 um 21:36 Uhr)
xamos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2007, 00:18   #5   Druckbare Version zeigen
xamos Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 7
AW: Fragen bzg. Vorbereitung auf Schulaufgabe

Hmm. Das ist interessant. Wir kennen als Salze nur Stoffverbindungen zwischen Nichtmetallen und Metallen.
Steht als erster Punkt unter den "Wesentlichen Kennzeichen
der Ionenbindung"

Daher ging ich davon aus, es sei eine rein kovalente Bindung.
Entsprechend habe ich auch versucht die Strukturformel
zu zeichnen.

Dieser Fehler wuchs dann ausnahmsweise mal nicht auf meinen Mist, sondern eher auf der Ungenauigkeit des Unterrichts. Auch mal eine nette Abwechslung

Also können Salze prinzipiell aus jeden x-beliebigen Atomen und Molekülen bestehen, solange es jeweils einmal negativ bzw. positiv ist?

Im Übrigen - es ist wirklich nicht nötig mich mit meinen 16 Jahren zu siezen
Ist richtig ungewohnt^^


Nun ja - habe ich wieder etwas dazugelernt.
Hoffentlich lösen sich die anderen Fragen auch noch
in Wohlgefallen auf.

Bzw: Genau das meinte ich damit, als ich sagte dass wir die Produkte getrennt formuliert haben.

mfg
xamos
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