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Alt 17.08.2007, 18:28   #139   Druckbare Version zeigen
nobo Männlich
Mitglied
Beiträge: 174
AW: Klimakatastrophe

Zitat:
Wie waren denn die Reaktionen des Auditoriums in Münster. Es wird doch nach dem Vortrag noch eine Diskussion gegeben haben. Mit ( so denke ich )energischem Widerspruch seitens derjenigen, die davon überzeugt sind, dass das "böse,böse CO2" die Hauptursache für die "globale Erwärmung" ist. Von der ich übrigens zunehmend den Eindruck habe, dass weder allgemein bekannt, noch mir klar ist, was damit eigentlich gemeint ist...
Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich, insgesamt war die Diskussion allerdings sehr emotional. Zuspruch für seine Argumentation erhielt Herr Gerlich von anwesenden Vertretern der Physik und Physikalischen Chemie. Sehr heftig war der Widerspruch der anwesenden Klimatologen. Das die Diskussion so "aufgeheizt" war, lag sicherlich zum Einen an der Thematik selbst, als auch an Herrn Gerlichs teilweise etwas überspitzenden Art vorzutragen. Die Kritik war aber leider oft nicht sehr sachlich, sondern eher polemisch. Dies geschah meist nach dem Motto: "Wir geben ja zu, dass es in unseren Modellen gewisse Unsicherheiten gibt, aber so dumm wie Sie uns jetzt darstellen sind wir Klimatologen gar nicht. Wenn wir jetzt nicht sofort Handeln ist es höchstwahrscheinlich irgendwann zu spät und wir müssen alle einen hohen Preis für unsere Zweifel zahlen."

Dazu auch eine persönliche Anmerkung:
Die Art und Weise wie dort die Kritik am Vortrag formuliert wurde missfällt mir sehr. Leider entspricht diese Art der Auseinandersetzung mit der Thematik "globale Erwärmung" auch dem, was ich im Alltag in Gesprächen und vor allem auch in den Medien wahr nehme. Es findet eigentlich keine sachliche Auseinadersetzung statt. Die ganze Diskussion nimmt eher fundamentale Züge an, was man auch dem vorherrschenden Sprachgebrauch entnehmen kann. Sobald man leise Zweifel an der Treibhaus-These äußert bzw. nicht daran glaubt, wird man entweder als uneinsichtiger Trottel belächelt oder schlimmer noch als verantwortungsloser Klimasünder stigmatisiert. Diese Radikalisierung betrachte ich zunehmend mit Sorge. Vor allem, da der Öffentlichkeit vermittelt wird, dass der menschlich verursachte Treibhauseffekt von allen Wissenschaftlern, bis auf einige letzte Spinner und von der Öl-Industrie gekaufte Verbrecher, anerkannte Tatsache sei. Und auf Basis dieses Bildes werden von der Politik tiefschürfende Entscheidungen getroffen, welche jedermann betreffen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich plädiere auf keinen Fall dafür, weiterhin fossile Brennstoffe gedankenlos zu verheizen oder Umweltproblematiken totzuschweigen. Aber mir würde ein sachlicherer und weniger radikaler Diskurs in der Öffentlichkeit sehr am Herzen liegen. Und nicht nur diese ständige Panikmache, welche die Menschen glauben macht, wir stünden kurz vor der "Klimakatastrophe".
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