Riboflavin
Die Wirkungsweise und die Funktion von Riboflavin
Riboflavin ist Bestandteil der Coenzyme FMN und FAD.
Etwa 60 verschiedene Flavinenzyme (Flavin-Dehydrogenasen und -Oxidasen) enthalten
die Coenzyme FAD bzw. FMN. Die Flavinenzyme dienen als Wasserstoffüberträger
im intermediären Stoffwechsel (=Gesamtheit aller chemischen Umsetzungen,
die sich, durch Hormone gesteuert und durch Enzyme katalysiert, in den Zellen
vollziehen). In der Atmungskette stellen die Flavinenzyme den begrenzenden
Faktor dar.
FAD + H2 = FADH2
In Form seiner Coenzym-Formen FMN und FAD spielt Riboflavin eine
essentielle Rolle bei einer Vielzahl lebensnotwendiger Redoxreaktionen
im Körper. Daher ist es an zahlreichen Reaktionen des Kohlenhydrat-,
Fett- und Proteinstoffwechsels und über die Atmungskette auch
an der Energiegewinnung, beteiligt.
Die Riboflavin-Coenzyme sind für die Umwandlung von Pyridoxin (Vitamin
B6) und Folsäure in ihre Coenzymformen und auch für die Niacinsynthese
aus Tryptophan erforderlich.
Die Flavinenzyme sind auch an der Hämoglobinreduktion in den Erythrozyten
beteiligt.
Außerdem ist es reichlich in der Netzhaut des Auges vorhanden, man vermutet
dass es dort eine Lichtschutzwirkung (vor allem gegenüber kurzwelligem
Licht) hat.
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