Riboflavin
Der Stoffwechsel
Riboflavin aus Nahrungsmittel tierischer Herkunft kann besser resorbiert
werden als das aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Mit Hilfe der Magensäure werden das Riboflavin und seine Derivate (=Abkömmlinge)
im Magen freigesetzt und dann überwiegend in freier Form im oberen Dünndarm
resorbiert. Nach einer Sättigungskinetik und unter Beteiligung von Gallensäuren
erfolgt der aktive Transport des Riboflavins. In den Mucosazellen des Dünndarms
wird Riboflavin durch phosphorylieren in seine Coenzym-Form "Flavin-mononucleotid" (FMN=
Riboflavin-5-phosphat) umgewandelt. Dann wird es im Pfortadersystem an Plasma-Albumin
gebunden und in die Leber transportiert. Dort wird es durch ATP zu "Flavin-adenin-dinucleotid" (FAD)
phosphoriliert und liegt dann, an spezielle Proteine gebunden, als Flavoprotein
vor.
Riboflavin kommt in allen Geweben primär (zu 70 bis 90%) als FAD (Konzentration
und Speicherung sind jedoch gering) und zu 5 bis 30% als FMN vor. Die Leber ist
das Hauptspeicherorgan und enthält etwa ein Drittel des gesamten Körperpools.
Riboflavin wird hauptsächlich über den Urin (Harn) ausgeschieden, wo
es wesentlich für die Gelbfärbung verantworlich ist. Geringe Mengen
werden auch über den Schweiß und die Gallenflüssigkeit abgegeben.
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