Acrylamid
Entstehung von Acrylamid
Die Aminosäure Apsaragin spielt eine besondere Rolle für
die Bildung von Acrylamid. Schon beim Erhitzen von Asparagin auf 180°C
für 30 Minuten allein entsteht Acrylamid, allerdings nur in geringen
Mengen (<0.0001 Prozent). Schaut man sich die untenstehende Formel
von Asparagin an, so erkennt man was zur Bildung von Acrylamid geschehen
muss. Die Säure- und die Aminogruppe müssen abgespalten und
eine neue Kohlenstoff-Kohlenstoffbindung-DB gebildet werden. Es muss
also eine Abspaltung der Säuregruppe
(Decarboxylierung) und eine Eliminierung von Ammoniak stattfinden (Eliminierung).
Nun laufen solche Reaktionen nur schwer ab, wodurch sich die benötigten
hohen Temperaturen und die dennoch geringe Tendenz zur Bildung von Acrylamid
erklären.

In Gegenwart von Zuckern wie der Glucose führt
das Erhitzen von Asparagin jedoch zu deutlich höheren Werten verglichen
mit dem bloßen Erhitzen von Asparagin. Bei der Reaktion von Asparagin
mit Zucker geschieht dabei folgendes:
Zunächst reagiert die Aminogruppe des Asparagins
in einer Kondensation mit dem so genannten anomeren Zentrum des Zuckers
(Maillard-Reaktion). In dem resultierenden Addukt findet nun die Abspaltung
der Säure- und der Aminogruppe statt, da hierzu in der Nähe
befindliche Gruppen des Zuckermoleküls diese Reaktionen - vergleichbar
der Wirkung eines Katalysators erleichtern.

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